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Zivildienst statt Dienst an der Waffe

Der Ausschuss Kirche und Gesellschaft der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz-Frankreich-Nordafrika setzt sich schon seit über dreissig Jahren für einen Zivildienst in der Schweiz ein, zu dem alle Menschen Zugang haben, und der ohne Gewissensprüfung und Tatbeweis erbracht werden kann.

VERNEHMLASSUNG zur Änderung des Zivildienstgesetzes vom 20. Juni 2018

05.10.2018: In seinem Beitrag zur vorgeschlagenen Änderung des Zivildienstgesetzes vom 20. Juni 2018 schreibt der Ausschuss Kirche und Gesellschaft:
"Als Kirche sehen wir keine Veranlassung, an der heutigen Praxis etwas zu ändern. Der Zivildienst in seiner heutigen Form funktioniert gut. Er ist wirkungsvoll, effizient und sinnvoll.

Die vorgeschlagene Änderung richtet sich gegen den geltenden Zivildienst. Statt den Militärdienst zu verbessern, soll der Zivildienst weniger attraktiv ausgestaltet werden ...

Als Kirche sind wir überzeugt, dass man Zivildienst und Armee nicht gegeneinander ausspielen darf. Beide nehmen wichtige Aufgaben zugunsten der Zivilgesellschaft wahr. Ziel muss sein, beide Institutionen je aus sich heraus so zu gestalten, dass die spezifischen Aufgaben erfüllt werden können. Wird der Zivildienst in seiner Attraktivität verschlechtert, erhöht man damit noch nicht die Attraktivität der Armee. Wir befürchten, dass eine solche 'systemische Manipulation' letztlich der Armee und dem Zivildienst schadet.  

Aus diesem Grund lehnt der Ausschuss 'Kirche und Gesellschaft' der Evangelisch-methodistischen Kirche die Änderung des Zivildienstgesetzes ab. Keine der sieben Massnahmen findet unsere Zustimmung." Hier geht es zum vollständigen Text der Vernehmlassung! 

Vernehmlassung zur 3. Revision des Zivildienstgesetzes

12.12.2013: In seinem Vernehmlassungsbeitrag unterstützt der Ausschuss Kirche und Gesellschaft die Ausweitung des Einsatzbereichs für Zivildienstleistende auf Spitex, Alpwirtschaft und Schulen. Kein Einsatz eines Zivildienstleistenden darf einen regulären Arbeitsplatz ersetzen, oder zu Lohndruck führen. Vollzugsbehörden sollen nur mit Zustimmung der betroffenen zivildienstleistenden Person Einsicht in hängige Strafverfahren erhalten. Auch soll es möglich sein, ohne an der militärischen Rekrutierung teilnehmen zu müssen, die Eignungsprüfung für den Zivildienst zu absolvieren. Lesen Sie hier mehr...


Jörg Niederer

United Methodist Church