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Singen

"Wenn Methodisten singen, dann räkeln sie sich nicht oder sitzen dabei in ungehöriger Haltung. Sie singen nicht schleppend und sich mühsam die einzelnen Worte abringend. Sie stehen vielmehr vor Gott und preisen ihn fröhlich und guten Mutes."

John Wesley (1703 - 1791)

Leitlinien für einen verantwortlichen Lebensstil

Leitlinien für einen verantwortlichen Lebensstil

(in Anlehnung an die «Allgemeinen Regeln« von John Wesley)

Präambel:

«Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Geschwister, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt. das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst. Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.» (Römer 12,1-2)

Wir bekennen, dass Gott sich in Jesus Christus den Menschen und seiner ganzen Schöpfung in Liebe zugewendet hat, um ihr Leben in Fülle und umfassenden Frieden aus seiner Gerechtigkeit zu schenken.

Wir bekennen, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat. Die Berufung des Menschen besteht darin, Gott in seiner Liebe, Gnade und Treue von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen seinen Gedanken und allen Kräften zu bezeugen und zu preisen.

Wir bekennen, dass die Sünde den Menschen unfähig macht, Gott zu erkennen und ihm zu vertrauen.

Wir bekennen, dass durch das Versöhnungswerk von Jesus Christus Gott selber den Menschen frei und zum Bürger seines Reiches macht. Dieses Reich ist geprägt von Gerechtigkeit und Frieden.

Wir bezeugen deshalb, dass der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung eine wesentliche Frucht des Glaubens und der Nachfolge Jesu Christi ist.

Unser Bekenntnis führt uns zu einem Lebensstil, der es unterstreichen und bekräftigen will. Wir erachten dabei für wichtig:

dass wir nichts Böses tun, sondern Böses aller Art meiden


Ich verpflichte mich deshalb besonders:

  • Andere so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte.
  • Gottes Namen und seine Schöpfung nicht zu missbrauchen, auch nicht, um daraus eigene Vorteile zu ziehen.
  • Den eigenen und fremden Ruhetag nicht der Profitdenken zu opfern.
  • Nicht Suchtmittel zu propagieren, mich daran zu bereichern, oder anderen durch unseren Konsum ein schlechtes Vorbild zu sein.
  • Fremden würdevoll und gastfreundlich zu begegnen, und wo immer möglich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus als selbstzerstörerische Formen des Egoismus aufzudecken.
  • Schlägereien, Zank und Unversöhnlichkeit zu unterlassen.
  • Den Staat nicht um einen Teil oder die ganzen Steuereinnahmen zu prellen.
  • Nichts Liebloses oder Unnötiges über mir bekannte und unbekannte Personen zu sagen.
  • Keine Güter anzuhäufen, die andere zum Überleben brauchen.
  • Keine Menschen als Lustobjekte zu missbrauchen.
  • Keine Medien oder Literatur zu konsumieren, in denen Geschöpfe verachtet, erniedrigt und missbraucht werden.
  • Weichlichkeit und unnötige Rücksicht auf mich selbst zu unterlassen, indem ich nicht zuerst den Weg des geringsten Widerstandes gehen, und auch den Verzicht in meine Erwägungen miteinbeziehen.
  • Keine Waren zu bestellen, die ich nicht bezahlen kann.
  • Mich und andere nicht zu einem unkritischen Konsumverhalten anzuregen.
  • Anderen keine Kleinkredite aufzuschwatzen oder anzubieten.
  • Nicht über meine Verhältnisse zu leben und damit den Lebensraum der ganzen Schöpfung zu beeinträchtigen.

 

dass wir Gutes tun

Ich verpflichte mich deshalb besonders:

  • Allen Gutes zu tun, ihnen zu helfen und rücksichtsvoll mit ihnen zu leben, unabhängig davon, zu welcher Nationalität, Rasse, Religion oder Kultur sie gehören.
  • Meinen Beitrag zur Beseitigung von Hunger, Armut, Krankheit und Kriminalität zu leisten.
  • Notleidenden zu geben, ohne zu erwarten, etwas oder alles zurückzubekommen.
  • Meinen Glauben an Jesus Christus zu bekennen.
  • Meine Glaubensgeschwister dort zu fördern, wo sie auf gutem Weg sind, und dort zu hinterfragen, wo sie auf Abwege geraten sind.
  • Auch die zu achten, die mich verachten, zu lieben, die mich hassen, zu pflegen, die mich quälen.
  • Mir genügend Zeit zu nehmen für die Begegnung mit Familie, Freundeskreis, Nachbarn, Menschen aller Schattierungen und der gesamten von Gott geschaffenen Welt.
  • Mich für die Rechte und Bedürfnisse aller Menschen mit den mir möglichen Mitteln einzusetzen.
  • Den Frieden Christi, wo immer möglich in die Tat umzusetzen, indem ich zwischen Streitenden vermitteln, gegen jede Form militärischer Bedrohung und Gewalt protestieren und dem friedensvermittelnden Vorbild von Jesus Christus nachzuleben versuche.
  • Alle nichtmenschliche Kreatur massvoll zu nutzen, sie zu pflegen und ihr den Platz einzuräumen, der ihr von Gott zugewiesen wurde.

 

dass wir die Gnadenmittel gebrauchen

Ich verpflichte mich:

  • Alle Hilfen, die mir Gott gibt, um ihm zu begegnen, anzunehmen und zu gebrauchen. Beispielhaft erwähnt seinen:
  • Die gottesdienstlichen Feiern in der Kirche, das Abendmahl, das persönliche und das gemeinsame Gebet.
  • Die Lektüre der Bibel und das Gespräch mit und die Beratung durch andere Christen.
  • Fasten und Enthaltsamkeit.

Mit meiner Unterschrift verpflichte ich mich selbst. Ich weiss, dass ich dabei ganz angewiesen bin auf Gottes Gnade und Hilfe. Wenn es mir durch eine christliche Lebensführung gelingen sollte, Menschen von Gottes Güte zu überzeugen, so will ich Gott allein dafür danken.

Ort, Datum                                                   Unterschrift

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Konflikte:

Ich erkenne Bereiche in den obenstehenden Verpflichtungen, die ich nicht oder im Augenblick nicht voll und ganz eingehen kann. Deshalb will ich sie hier bewusst nennen:

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