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Abendmahl

"So wie unser Leib durch Brot und Wein gestärkt wird, so stärken die Zeichen des Abendmahls, Leib und Blut Christi, unsere Seele. Diese Nahrung für die Seele gibt uns Kraft, unsere Pflicht zu tun, und bringt uns weiter auf dem Weg zur Vollkommenheit."

John Wesley (1703 - 1791)

Nein zur PID

Nein zur Einführung der Präimplantationsdiagnostik

 

Am 14. Juni 2015 stimmt die Schweiz über eine Verfassungsänderung ab, welche das Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) sowie das Tiefgefrieren von Embryonen (Kryokonservierung) aufheben wird. Sollte diese Verfassungsänderung angenommen werden, wird der Bundesrat das vom Parlament bereits beschlossene revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz (rFMedG) in Kraft setzen.

 

Als Präimplantationsdiagnostik werden Untersuchungen zur Erkennung von Erbkrankheiten und Fehlbildungen der Chromosomen bezeichnet, die dem Entscheid darüber dienen, ob ein künstlich gezeugter Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt werden soll oder nicht. Das soll für alle Paare möglich sein, welche eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen (ca. 6000 pro Jahr). Mit dem Verfahren werden 12 statt bisher 3 Embryonen erzeugt was das Tiefgefrieren nötig macht und zu überzähligen Embryonen führt.

Die PID ist ein Instrument der Selektion. Es schafft die Voraussetzung für eine Unterscheidung zwischen „lebenswerten“ und „nicht lebenswerten“ Menschen. Dies würde für unsere Gesellschaft und deren humane Zukunft falsche Signale setzen. Die Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen würde weiter erheblich verringert. Besonders Eltern müssten sich vermehrt der Frage stellen, warum sie überhaupt behinderte Kinder gezeugt hätten.

 

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) hat sich an der Tagung der Jährlichen Konferenz 2014 mit grosser Mehrheit gegen die Einführung der PID ausgesprochen.

In den Sozialen Grundsätzen hält die EMK fest: „Wir lehnen gentechnologische Maßnahmen mit eugenischer Ausrichtung ab, und solche, die zur Produktion überzähliger Embryonen führen.“ (www.soziale-grundsaetze.ch, III. Die soziale Gemeinschaft, O) Gentechnologie).

 

Die Evangelisch-methodistische Kirche empfiehlt die Ablehnung der Verfassungsänderung.

 

Jörg Niederer, Ausschuss Kirche und Gesellschaft

United Methodist Church